27.10.2018 – Drachenfest 2018

Es war zwar wieder mal kein Bilderbuchwetter zum diesjährigen Drachenfest am 27. Oktober in Lauterbach, aber für viele Gäste trotzdem ein Erfolgserlebnis. Der Wind reichte zumindest Zeitweise, um die mitgebrachten Flugobjekte ´gen Himmel steigen zu lassen.
Unter den zahlreichen Gästen weilte mit Andreas Napravnik aus Neukirchen auch wieder ein echter Drachen Profi mit einer reichlichen Auswahl an Flugobjekten. Für fast jede Windstärke hat er bei solchen Veranstaltungen immer eine reiche Auswahl mit dabei. Diesmal war es unter anderem ein so genannter Rokkaku Drachen in Form eines Weißkopfadlder, ein Skulpturendrachen in Form einer Robbe und ein roter Blattdrachen. Während sich der Weißkopfadler und der Blattdrachen wacker am Himmel hielten war für die Robbe nicht genügend Wind vorhanden um sich in der Luft zu halten.
Sehr zur Freude der Zahlreichen Gäste hatte sich auch wider Andreas Toeddtloff mit seinem Dudelsack eingefunden. Seine Urige Musik am Rande der Veranstaltung ist mittlerweile eine schöne Tradition und kommt bei den Besuchern gut an.
Den rechten Zeitpunkt und natürlich auch etwas Glück hatten Holm Bachmann aus Crimmitschau und Roland Borrmann aus Frankenhausen. Als sie kurz vor 14 Uhr auf dem Lauterbacher Acker ihre beiden Eigenbau 6-Eck Drachen in die Lüfte brachten wehte der Wind noch reichlich. Nach dem Erreichen einer Höhe von ca. 80 Metern waren die Windverhältnisse dann so gut, dass beide Drachen bis zum Ende der Veranstaltung lustig im Wind flatterten. Die letzten Jahre weilte man immer nur mal als Gast zum Zuschauen in Lauterbach. In diesem Jahr hatte man sich fest vorgenommen aktiv dabei zu sein. Der Drachen von Holm Bachmann ist eigentlich ein echter Oldtimer, denn das Grundgerüst dieses Flugobjektes ist bereits 50 Jahre alt. Es wurde zwischenzeitlich nur mal neu bespannt mit einem leichten Strapazierfähigen Pergamentpapier. Etwa 5 Stunden Bauzeit benötigte Roland Borrmann für seinen 6-Eck Drachen, der zudem etwas ganz besonderes aufweisen kann. Der etwa 6 Meter lange Drachenschwanz ist nicht wie üblich mit Papierstreifen bestückt, sondern mit dem Band einer alten C 90 Musikkassette. Es bedurfte nur etwas Geschick beim Zuschneiden und Verknüpfen betonte Borrmann. Unser Dracheneinsatz zum Lauterbacher Drachenfest des Landlustvereins hat uns viel Spaß gemacht, so das Resümee der beiden 63jährigen. Man hofft, dass sich doch der eine oder andere Opa oder auch Vati für das kommende Jahr ein Ziel setzt und für die Sprösslinge mal etwas Eigenes kreiert, sagten sie abschließend einstimmig.
Dicht umlagert war auch wieder die Bastelecke, an der Juliane und Carolin gemeinsam mit den Kindern lustige Schmetterlinge aus Filterpapier gestalteten. Gefragt waren auch wieder die kleinen Geschenke, die von Petra und Heidi an die Kinder verteilt wurden. Mit Spannung erwarteten die Gäste natürlich die Prämierung der Flugobjekte. Das war wie immer keine leichte Aufgabe, denn trotz aller Bemühungen versagten viele der Flugobjekte auf Grund des Windmangels. Umso größer war die Freude bei der kleinen Lilli Kuhle aus Lauterbach die für ihren Eigenbaudrachen, den sie gemeinsam mit Opa Michael gebastelt hatte, den Preis für den schönsten Drachen bekam. Der Preis für den größten Drachen (auf Grund der Länge des Drachenschwanzes) ging an Roland Borrmann aus Crimmitschau und der Preis für den Originellsten (auf Grund des Alters des Grundgerüstes) bekam Holm Bachmann überreicht.
Dies war die letzte Veranstaltung für dieses Jahr, so Vereinsvorsitzender Roland Wagner. Nunmehr hoffen wir auf einen schönen Winter, um wieder einmal ein Nachtrodeln über die Bühne zu bringen. Und wenn es denn keinen Schnee gibt, so wird Plan B aktiviert, dann gibt es am letzten Sonnabend im Februar wieder ein zünftiges Winterfeuer.

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